März 2012

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Dream

Titelbild Autor: Lisa McMann
Originaltitel: Fade
Genre: Jugendbuch / Fantasy
Erscheinungsjahr: US: 2009 / D: 2010
Seitenanzahl: 268 (im Hardcover)

Das gehört dazu

Dream ist der zweite Teil der Dreamcatcher-Trilogie. Auf Englisch sind bereits alle Teile erschienen, die englischen Titel lauten: Wake, Fade, Gone. Wann der Abschluss der Trilogie auf Deutsch erscheint, ist noch unklar.

Die Frau hinter der Geschichte

Lisa McMann Die amerikanische Autorin Lisa McMann wurde 1968 in Michigan geboren, lebt aber mittlerweile in Arizona. Bereits in der vierten Klasse wollte McMann Schriftstellerin werden.
Die Idee für ihren ersten Roman hatte die zweifachen Mutter witzigerweise als sie selbst geträumt hat, im Traum ihres Mannes zu sein und zu beobachten, was er träumt, genau wie die Protagonistin Janie es kann. Wake, stieg sofort in die New York Times Bestsellerliste für Kinderbücher ein.

Darum geht's in dem Roman

Nachdem Janie nun alles über Carls wahren Nebenjob Bescheid weiß, arbeitet sie mittlerweile auch Undercover für Captain. Ihr liegt es sehr am Herzen, ihre Gabe endlich auch für etwas Nützliches einsetzen zu können, auch wenn ihr die Arbeit manchmal zu schaffen macht.

So ist auch der neue Fall, bei dessen Aufklärung Janie und Carl mithelfen sollen, nicht unbedingt einfach für die beiden. Rätselhafte Anrufe, die auf ein Sexualverbrechen an Janies Schule hindeuten, gehen in Captains Büro ein. Janie und Carl sollen nun herausfinden, was dahintersteckt und Captain mit den notwendigen Informationen versorgen. Wichtig hierfür ist, dass Janie die Träume von jeglichen Lehrern und Schülern auf Hinweise untersucht.

Schon bald hat Janie einen Verdacht, wer hinter den Sexualverbrechen stecken könnte. Doch nicht alles ist so einfach, wie es scheint. Um diesem Jemand auf die Schliche zu kommen, muss Janie erst einen Beweis erhalten. Dafür soll sie sich als Lockvogel darbieten.

Carl ist davon alles andere als begeistert, denn er sorgt sich sehr um Janie. Ihre Beziehung, die sie auf Anweisung von Captain geheim halten, ist so schon schwierig genug, und nun soll sich Janie auch noch schmierigen Lehrern anbieten! Die Angst, dass ihr etwas Schreckliches zustoßen könnte, ist zu groß ...

Kann Carl und Janies Beziehung dem Druck Stand halten? Und wird alles gut gehen, wenn Janie versucht, den entsprechenden Lehrer in die Falle zu locken?

Die Verpackung von außen

Das halte ich davon

Der zweite Teil der Trilogie übertrifft Wake in mehreren Punkten, die ich alle gern einzeln ausführen möchte, weil sie mich so überzeugen konnten.

Zuallererst möchte ich ganz groß erwähnen, dass der Schreibstil von Lisa McMann, den ich bei Wake stark kritisiert habe, meinen Geschmack um einiges besser trifft. Er ist nicht mehr so holprig und abgehackt, sondern viel flüssiger. Die Kapitel sind länger und man wird nicht nach einer Seite wieder aus der Handlung herausgerissen, weil sich die Uhrzeit um eine halbe Stunde geändert hat. Die Einteilung ist aber gleich geblieben, es gibt nur sehr vage, groß angelegte Kapitel, die wieder in einzelne Absätze gegliedert sind, die mit Datum und Uhrzeitangabe versehen sind. Diese Einteilung ermöglicht nach wie vor ein schnelles und zügiges Lesen, der mittlerweile sehr flüssige Schreibstil trägt noch zusätzlich dazu bei.

Des Weiteren hat mir in Dream viel besser gefallen, dass die Gabe von Janie eine wesentlich größere Rolle einnimmt. Janie lernt, sie für ihre eigenen Zwecke zu nutzen und setzt sie auch bewusst ein. Das Traumsehen ist kein Nebenhandlungsstrang mehr, sondern ein zentrales Element der Geschichte. Zudem erfährt der Leser mehr über die Hintergründe zu Traumfängern, Menschen wie Janie und Miss Stubin. Wie Janie nun aus Aufzeichnungen erfährt, hat diese früher auch für die Polizei gearbeitet. Aber nicht nur das - Miss Stubin war sehr gut informiert über ihre Gabe, und welche Vor- und Nachteile diese mit sich bringt. Das alles erfährt Janie und damit auch der Leser in Dream, was dem gesamten Roman noch einmal zusätzliche Würze gibt.

Auch viel besser in Dream war die Handlung im Ganzen. Das große Verbrechen, das Janie und Carl klären sollen, zieht sich durch den Roman wie ein roter Faden, genauso wie es meiner Meinung nach immer sein sollte. Denn wenn sich die Geschichte nur aus kleinen Nebenhandlungen zusammensetzt, wirkt sie für mich immer gestückelt. Mir fehlt dann oft etwas, woran ich mich als Leser festhalten kann. So etwas gibt es bei Dream aber. Gespannt verfolgt der Leser, wie Janie Hinweise findet und versucht, dem Sexualverbrecher das Handwerk zu legen. Dabei fiebert man immer mit der Protagonistin mit und hat beinahe Angst um sie. Ebenso wie Carl, will man als Leser nicht, dass Janie etwas zustößt.

Denn dafür ist Janie ein viel zu sympathischer Charakter. Noch mehr als in Wake lernt man sie kennen und auch lieben. Sie ist äußerst mutig und stark und will unbedingt den Fall der Polizei lösen, um andere Mädchen zu schützen. Auch Carl ist und bleibt eine sehr sympathische Figur, die Lisa McMann in Dream noch viel detaillierter zeichnet, da er eine noch größere Rolle einnimmt. Die Beziehung zwischen Janie und Carl ist zudem etwas ganz Besonderes, das man selten in einem Roman wiederfindet. Obwohl die beiden ihre Beziehung geheim halten und sich oft schwer tun, sich gegenseitig ihre Gefühle zu gestehen, hat diese Beziehung sehr viel Tiefgang, den man als Leser auch spürt. Der Autorin ist es gelungen, eine wundervolle Liebesgeschichte zu skizzieren, die den Leser noch lange nach dem Lesen des Romans verfolgt.

Zu guter Letzt möchte ich noch einmal näher auf die Handlung eingehen. Diese ist in Dream wesentlich spannender als in Wake, was nicht zuletzt daran liegt, dass Janie mehr an dem spannungsbringenden Element beteiligt ist. Es gibt dieses Mal einen Spannungshöhepunkt mit überraschenden Wendungen, die den Leser noch einmal den Atem rauben und ihn anspornen, das Buch zu beenden. Dafür wird man dann auch mit einem abgeschlossenen Ende belohnt, das trotzdem Lust auf mehr macht, weil man wissen will, wie es mit der sympathischen Protagonistin und ihrem Schicksal als Traumfängerin weitergeht.

In wenigen Worten

Dream ist Lisa McMann um einiges besser gelungen als Wake. Der Schreibstil ist viel flüssiger, die Handlung spannender und die Charaktere noch vielseitiger. Der zweite Teil der Trilogie überzeugt durch seinen Tiefgang, der den Leser immer wieder überrascht, rührt und zum Nachdenken anregt. Das Ende ist in sich abgeschlossen und macht trotzdem Lust auf mehr. Ich vergebe 5 Schlüssel.
Schlüssel Schlüssel Schlüssel Schlüssel Schlüssel
im Detail:
  • Idee: 3 von 5
    Ein spannender Fall, den Janie lösen muss, gut!
  • Figuren: 5 von 5
    Die Charaktere haben sehr viel Tiefgang und sind sehr sympathisch!
  • Spannung: 4 von 5
    Das Buch ist durchwegs spannend, was den Leser anspornt, weinterzulesen.
  • Einstieg in das Buch: 4 von 5
    Man ist sofort wieder mitten drin in Janies Welt.
  • Spaß: 3 von 5
    Immer wieder gibt es lustige Szenen, auch wenn das gesamte Buch sehr ernst ist.
  • Cover: 4 von 5
    Ich mag das deutsche Cover recht gerne, es strahlt irgendwie etwas Sinnliches aus und erinnert mich sehr stark an Karamell :D Einen Bezug zur Handlung gibt es auch, zumindest andeutungsweise.

Kommentare

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