März 2012

Mo Di Mi Do Fr Sa So
27 28 0 0 2 3 4
0 0 7 8 9 10 11
0 13 0 15 16 17 0
0 20 21 22 0 24 25
26 27 28 29 0 31 0

Numbers - den Tod vor Augen

Autor: Rachel Ward
Originaltitel: Numbers - The Chaos
Genre: Jugendbuch / Thriller
Erscheinungsjahr: UK: 2010 / D: 2011
Seitenanzahl: 429

Das gehört dazu

Numbers - den Tod vor Augen ist der zweite Teil einer Trilogie. Auf Englisch sind bereits alle Teile erschienen, der letzte Teil erscheint im Frühjahr 2012 auf Deutsch. Die englischen Titel der Reihe nach sind Numbers, The Chaos, Infinity.

Die Frau hinter der Geschichte

Rachel Ward Rachel Ward wurde 1964 geboren und wuchs in der Grafschaft Surrey südlich von London auf. Sie studierte Geografie in Durham und widmete sich erst mit 40 Jahren dem Schreiben. Numbers ist das Debüt der englischen Autrin, wurde international vielfach ausgezeichnet und 2011 sogar für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.
Die Autorin wohnt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Bath, England.

Darum geht's in dem Roman

Wir schreiben das Jahr 2027 und die Welt wird immer wieder von unzähligen Naturkatastrophen erschüttert. Der 16jährige Adam lebt auch in dieser Welt, und wächst nach dem Tod seiner Mutter Jem bei seiner Großmutter auf. Als jedoch ihr Heimatort an der Ostküste Englands überschwemmt wird, müssen Adam und Val zurück nach London ziehen. Jene Stadt, in die Adam nie zurück wollte, und von der auch seine Mutter ihn fernhalten wollte. Der Grund dafür ist bald klar: Am 01.01.2028 geschieht nämlich etwas Schreckliches in London, bei dem fast alle Menschen sterben werden. Das alles weiß Adam gleich nach ihrer Ankunft, denn Adam ist wie seine Mutter Jem: Er weiß die Todesdaten von jedem Menschen, wenn er ihnen nur in die Augen sieht. Und er spürt auch, dass alle diese Tode qualvoll sein werden.

Adam ist schockiert, als er das bemerkt, und besonders als er erfährt, dass seine Mutter davon wusste. Er fragt sich immer wieder, was denn wohl Schreckliches passieren wird und ob er es verhindern kann. Sein eigenes Todesdatum kennt er nicht, weshalb er sich auch fürchtet, selbst zu den Todesopfern zu gehören.

Zum ersten Mal schöpft er Hoffnung, als er in die Schule auf die 16jährige Sarah trifft, die ebenfalls neu ist. Sie erregt nämlich sofort seine Aufmerksamkeit, indem sie verängstigt wegläuft, sobald sie Adam sieht. Weiß Sarah etwas? Und wenn ja, was? Adam spürt sofort eine tiefe Verbindung zu ihr und will mehr herausfinden. Doch als er bei ihr zu Hause ankommt, ist Sarah weg... Wo ist sie hin? Was verbirgt Sarah? Kann Adam es auch ohne sie schaffen, die Bewohner Londons vor ihrem eigenen Schicksal zu bewahren?

Die Verpackung von außen

Das halte ich davon

Der zweite Teil von Numbers - Den Tod vor Augen - hat mir noch viel besser gefallen als der erste. Rachel Ward hat ihre Fehler in diesem Teil ausgebessert und noch ein Häubchen draufgelegt. Dieser Teil hält wirklich, was er verspricht!

Besonders gut gefallen hat mir dieses Mal, dass die Autorin zwei eigenständige Handlungen - die, die Adam betrifft und die, die Sarah betrifft - zu einem Ganzen verknüpft. Durch das Abwechseln der Perspektiven (ein Kapitel Sarah, ein Kapitel Adam) bleibt die Spannung durchwegs aufrechterhalten. Die Kürze der Kapitel führt zudem dazu, dass man sich immer und immer wieder sagt: Ein Kapitel geht schon noch. Bis das Buch zu Ende ist.

Zudem sind Sarah und Adam zwei ganz besondere Figuren, die mich wirklich überzeugt haben. Sie sind authentisch und echt, man kann jede ihrer Handlungen nachvollziehen. Vor allem haben sie auch nicht mehr eine ganz so derbe "Jugendsprache", sodass sich Dialoge zwischen ihnen viel leichter lesen lassen. Hier hat sich Rachel Ward auf jeden Fall gebessert.

Die Spannung blieb durchwegs erhalten und die Autorin hat viele Handlungsstränge eingebaut, die am Ende zu einem großen Spannungshöhepunkt führen, wenn dann alles zusammenkommt. Dieses Mal gibt es viele Überraschungen, die den Leser immer wieder dazu bringen, dran zu bleiben. Rachel Wards Ideenreichtum hat mir hier wirklich Freude bereitet. Das große Finale am Schluss ist dann zwar leider ein wenig verwirrend, weil sich die Ereignisse überschlagen, das macht aber nichts, wenn man konzentriert liest.

Lediglich schade fand ich immer noch, dass man nicht mehr über Adams Oma Val erfährt. Die hat mir im ersten Band schon sehr gut gefallen, aber mehr Informationen haben mir gefehlt. Zudem war mir nicht ganz klar, warum sich die Regierung penetrant weigert, irgendetwas zu unternehmen und ob das jetzt wirklich nur eine Naturkatastrophe war oder nicht. Aber das sind Kleinigkeiten, die nicht stören, wenn man sich auf den eigentlichen Roman konzentriert.

In wenigen Worten

Der zweite Teil von Numbers ist ein Roman, der seinen Vorgänger um Einiges übertrifft, und der war schon gut. Trotz der gleichen Idee, gestaltet sich die Handlung ganz anders. Lediglich auf einige Dinge wurde mir zu wenig eingegangen. Hier hoffe ich auf Klärung im Abschluss der Reihe. Ich vergebe trotzdem sehr gute 5 Schlüssel.
Schlüssel Schlüssel Schlüssel Schlüssel Schlüssel
im Detail:
  • Idee: 4 von 5
    Immer noch gute Idee, hätte mir aber noch mehr gewünscht!
  • Figuren: 5 von 5
    Wirklich gut gelungen.
  • Spannung: 5 von 5
    Konnte das Buch nicht weglegen!
  • Einstieg in das Buch: 4 von 5
    Durch den Umzug nach London dauert's etwas, aber ist gut.
  • Spaß: 2 von 5
    Kommt immer mal wieder vor!
  • >i>Cover:
  • 2 von 5
    Wie auch schon beim ersten Teil gefällt mir das deutsche Cover eigentlich überhaupt nicht, schon gar nicht im Vergleich mit denen aus dem englischsprachigen Raum! Hier ist aber wenigstens die Farbgebung etwas besser.

Kommentare

Ich garantiere nicht für Spoilerfreiheit in den Kommentaren!

Keine Verbindung zu der Datenbank möglich.