März 2012

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Riley - Das Mädchen im Licht

Titelbild Autor: Alyson Noël
Originaltitel: Radiance
Genre: Jugendbuch / Fantasy
Erscheinungsjahr: USA: 2010 / D: 2011
Seitenanzahl: 190

Das gehört dazu

Das Mädchen im Licht ist der Auftakt zu einer mehrteiligen Reihe und damit der erste Teil. Die Serie handelt von Riley Bloom, der toten Schwester von Ever bekannt aus Evermore. Bisher umfasst die Reihe vier Teile, deren englischen Titel der Reihe nach lauten: Radiance, Shimmer, Dreamland, Whisper. Die Filmrechte wurden bereits verkauft.

Die Frau hinter der Geschichte

Alyson Noël Alyson Noël wuchs in Orange County auf und lebte nach ihrer High School eine Zeit lang auf der griechischen Insel Mykonos. Danach zog sie nach Manhatten, wo sie einen ihrer vielfältigen Jobs, Stewardess, annahm. Bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete hatte sie noch eine Vielzahl an anderen Arbeiten, zum Beispiel Warenhausverkäuferin, Verwaltungs- assistentin, Juwelier, T-Shirt-Bedruckerin, Rezeptionistin und viele mehr.
Mittlerweile führt sie aber ein ruhigeres Leben und wohnt und schreibt an ihren Romanen in Kalifornien.

Darum geht's in dem Roman

Viele Menschen sind der Überzeugung, dass es nach dem Tod vorbei ist. So auch Riley Bloom, die nach einem Autounfall allerdings vom Gegenteil überzeugt wird: Es gibt ein Jenseits, das Hier, wie es von den Toten genannt wird, und das "Leben" ist noch lange nicht vorbei! Den Tod möchte Riley aber dennoch nicht akzeptieren, und schon gar nicht ohne ihre Schwester Ever, die - unfair, wie Riley findet - den schweren Autounfall als einzige ihrer Familie überlebt hat.

Aber bald kommt sie kaum noch dazu, an ihre Zeit auf der Erde zu denken, denn es steht eine Anhörung vor dem großen Rat an, bei der Riley ein Film von ihrem ganzen Leben gezeigt wird. Sie fühlt sich ertappt und stellt schnell fest, dass ihr Leben eigentlich eine große Zeitverschwendung war - die ganze Zeit nur hat sie ihrer großen Schwester Ever nachgeeifert. Umso ungerechter findet sie es nun, dass sie tot ist und ihr Leben nicht mehr ausnutzen kann. Sie will unbedingt wieder auf die Erde zurück!

Auch der Rat erkennt das schnell und teilt Riley deshalb eine besondere Aufgabe - ihren "Ort" - zu: Sie soll als Seelenfängerin arbeiten, und dabei verlorenen Seelen, die auf der Erde noch als Geister herumirren, helfen, ins Jenseits zu finden. Als Führer wird ihr ein langweiliger Loser-Typ mit fettigen Haaren und Brille zugeteilt: Bodhi.

Weil Riley ihm keinen Respekt zeigt und nur mit aufmüpfigen, frechen Sprüchen kommt, teilt Bodhi Riley eine scheinbar äußerst fiese erste Aufgabe zu: Sie soll den Radiant Boy, einen in ganz England gefürchteten Geist, dazu bringen, über die Brücke ins Hier zu kommen. Einziges Problem: Viele Seelenfänger vor Riley haben bereits versucht, an den Radiant Boy heranzukommen, waren aber über mehrere Jahrhunderte erfolglos. Wie soll denn die unerfahrene Riley ihren ersten Auftrag dann meistern?

Die Verpackung von außen

Das halte ich davon

Mir war lange nicht klar, was ich wirklich von Riley - Das Mädchen im Licht halten soll. Die Grundidee ist gut, mal was anderes und recht frisch, vom Leben nach dem Tod zu erzählen. Trotzdem fehlt mir irgendwie das Besondere dahinter, ein kleiner Kick in der Welt. Mir erschien das alles so normal und nicht besonders interessant. Man bekommt auch nicht so viele Einblicke in die Welt und versteht kaum, wie das Leben im Hier wirklich abläuft. Viele Dinge werden nur sehr vage erklärt, richtig auf das Prozedere eingegangen wird aber kaum.

Auch in der Umsetzung der gesamten Handlung hat mir irgendwie der Pfiff gefehlt. Riley als Seelenfängerin ist eine an sich gute, solide Idee, aber in der Durchführung hapert es. Die wenigen zwei Fälle, die es zu lösen gibt, haben nicht besonders viel hergegeben. Die Geschichte plätschert einfach so vor sich hin, einen Höhepunkt der Handlung gibt es kaum und wie gesagt - mir hat einfach die Würze, das Besondere gefehlt. Alles war viel zu schnell abgehandelt.

Ebenso die Charaktere wurden meiner Meinung nach zu wenig beschrieben. Abgesehen davon, dass ich Riley recht unsympathisch finde und mich nicht so recht mit ihr anfreunden konnte, kann ich sie auch noch nicht richtig einschätzen. Ich wüsste zum Beispiel nicht in jeder alltäglichen Situation, wie Riley handeln würde, weil ich sie einfach noch zu wenig kenne. Hier hätte die Autorin noch viel genauer auf sie eingehen sollen. Ich weiß nicht inwiefern der Charakter von Riley bereits in der Serie Evermore beschrieben wurde, aber ich kenne diese Reihe nicht - und auf solche Leser hätte die Autorin vorbereitet sein müssen und ihn noch mehr in das Innenleben der Protagonistin einführen sollen.

Der Schreibstil hat mir anfangs auch nicht so gut gefallen und mir fiel es schwer, in das Buch hineinzukommen. Ich kann aber nicht wirklich benennen, woran das lag. Gegen Ende wurde es aber immer besser und ich bin "dran" geblieben, auch wenn mir der Kick in der Handlung gefehlt hat. Ich werde die folgenden Teile aber auf jeden Fall lesen und bin gespannt, ob der Autorin dann mehr eingefallen und ihr die Umsetzung besser gelungen ist.

In wenigen Worten

Riley - Das Mädchen im Licht ist ein Auftakt zu einer neuen Serie, die viel Potential hat, das aber noch kaum genutzt wird. Dem Roman fehlt irgendwie der Pfiff, und die ganze Story plätschert nur so vor sich hin. Ich bin gespannt, ob es der Autorin im zweiten Teil besser gelingt, Rileys Abenteuer zu beschreiben, Ich vergebe nur 3 Schlüssel.
Schlüssel Schlüssel Schlüssel Schlüssel Schlüssel
im Detail:
  • Idee: 3 von 5
    Eine gute Idee, könnte aber besser ausgebaut werden.
  • Figuren: 3 von 5
    Abgesehen davon dass ich Riley höchst unsympathisch empfinde, kann ich sie nicht in allen Situationen einschätzen.
  • Spannung: 2 von 5
    Ok. Aber kein Knüller!
  • Einstieg in das Buch: 2 von 5
    Ist mir persönlich recht schwer gefallen, weil einfach der Pfiff gefehlt hat.
  • Spaß: 2 von 5
    Kommt hin und wieder vor.
  • Cover: 4 von 5
    Das deutsche Cover finde ich gut gelungen, es wirkt ein wenig verträumt und hat etwas sehr Schönes an sich. Die Farbgebung ist auch wunderbar und es passt gut ins Regal. Die englischen Cover gefallen mir aber doch noch ein bisschen besser!

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