März 2012

Mo Di Mi Do Fr Sa So
27 28 0 0 2 3 4
0 0 7 8 9 10 11
0 13 0 15 16 17 0
0 20 21 22 0 24 25
26 27 28 29 0 31 0

Seventeen Moons - Eine unheilvolle Liebe

Titelbild Autoren: Kami Garcia & Margaret Stohl
Originaltitel: Beautiful Darkness
Genre: Jugendbuch / Fantasy
Erscheinungsjahr: US: 2010 / D: 2011
Seitenanzahl: 210 (im Hardcover)

Das gehört dazu

Seventeen Moons ist der zweite Teil der gemeinsamen Reihe der beiden Autoren Kami Garcia und Margaret Stohl. Die Caster Chronicles sollen insgesamt fünf Teile umfassen, wovon bisher zwei erschienen sind. Der dritte Teil erscheint auf Englisch noch im Oktober 2011. Die Titel der Reihe (auf Englisch) sind bisher folgende: Beautiful Creatures, Beautiful Darkness, Beautiful Chaos, Dream Dark.

Der Frauen hinter der Geschichte

Kami Garcia & Margaret StohlKami Garcia und Margaret Stohl kam die Idee zu ihrer gemeinsamen Reihe bei einem Abendessen. Um diese nicht sofort wieder zu vergessen, kritzelten die beiden amerikanischen Autoren ihre Gedanken auf eine Papierserviette und begannen an "Beautiful Creatures" zu schreiben, einem Roman der den beiden selbst am Besten gefallen würde: Denn Margaret wollte einen Fantasyroman schreiben, Kami ein Buch, das im Süden der USA spielte - und die Serie vereint beides in einer wundervollen Geschichte!

Darum geht's in dem Roman

Damit, dass sie sich selbst berufen darf und nicht an ihrem 16. Geburtstag über sie entschieden wurde, ist Lena das gelungen, was sie immer wollte. Leider hatte das auch einen fürchterlichen Preis, denn in dem Chaos ihrer Fast-Berufung ist ihr geliebter Onkel Macon gestorben, ihre einzige, richtige Bezugsperson.

So ist es verständlich, dass Lena es schwer hat. Sie trauert unentwegt um Macons Tod und kann einfach nicht darüber hinwegkommen. Seit dem düsteren Tag ihrers 16. Geburtstag hat sie sich stark verändert. Sie schreibt nicht mehr so viele Gedichte wie früher. Sie bindet ihre Haare zu einem strengen Knoten. Und: Sie kapselt sich von Ethan ab. Ethan, der einmal ihre große Liebe war und alles tun würde, damit es Lena besser geht. Aber sie will scheinbar nichts mehr von ihm wissen, hat zu viel damit zu tun um Macon zu trauern und sich über ihre in Zukunft anstehende Berufung Gedanken zu machen.

Denn immer noch ist sich Lena nicht im Klaren, ob sie auf die lichte oder die dunkle Seite der Caster-Welt möchte. Grund dafür ist nichtzuletzt, dass ihre Entscheidung folgenschwer ist, denn je nachdem für welche Seite sie sich entscheidet, wird die andere Seite ihrer Familie sterben. Dabei kann Lena keinen weiteren Verlust mehr ertragen.

Dennoch scheint sich Lena immer mehr der dunklen Seite hinzugeben. Sie wird immer agressiver und lässt Ethan sogar für einen anderen Jungen stehen, John Breed, der gemeinsam mit Lenas dunkler Cousine Ridley in Gatlin aufgetaucht ist. Dass die beiden keinen guten Einfluss auf Lena haben, fällt Ethan spätestens dann auf, als sich Lenas eine Auge golden verfärbt - die Farbe eines dunklen Casters. Doch erst als es schon fast zu spät ist und Lena Gatlin verlässt, weiß Ethan, dass er ohne Lena nicht leben kann und will. Gemeinsam mit seinem besten Freund und einer angehenden Hüterin beginnt Ethan, Lena zu suchen. Aber kann Ethan die Liebe zwischen Lena und sich noch retten? Oder ist Lena für immer an die dunkle Seite verloren?

Die Verpackung von außen

Das halte ich davon

Da Sixteen Moons für mich bereits sehr spannend war, habe ich mich umso mehr auf Seventeen Moons gefreut, um endlich zu wissen, ob und für was Lena sich beruft und wie es mit ihrer Beziehung zu Ethan weitergeht. Der zweite Teil der Caster Chronicles liefert einige mehr Antworten und viele Details zur Caster-Welt, was dafür genau das Richtige war.

Zunächst startet der Roman genauso, wie wir als Leser es von Sixteen Moons bereits gewohnt sind. Er knüpft ziemlich genau an die vorherigen Ereignisse an, sodass man sofort wieder mitten in der Geschichte ist. Der Schreibstil von Kami Garcia und Margaret Stohl ist dabei bekannt detailliert, was aber zumindest am Anfang nicht stört. Man bekommt extrem viele Einblicke in Gatlin und in die Köpfe der Protagonisten, was für den Leser besonders authentisch wirkt.

Obwohl die Geschichte wieder aus der Sicht Ethans geschrieben ist, sogar in Ich-Form, merkt man auch relativ gut was in Lena vorgeht und wie sie ihre Trauer verarbeitet. So ist Ethan sehr aufmerksam und nimmt alles auf, was Lena betrifft. Als Leser erfährt man, dass Lena nicht mehr schreibt, dass sie die Kleidung ihres Onkels trägt und sich auch innerlich sehr verändert hat. Das wirkt authentisch und echt, man kann Lenas Form von Trauer gut nachvollziehen und ebenso, wie Ethan damit umgeht. Nach einiger Zeit wurde mir das persönlich aber zu viel, denn genau genommen passiert auf den ersten 250 Seiten fast nichts anderes als das Hin und Her zwischen Ethan und Lena. Immer wieder lässt Lena Ethan nicht an sich ran, dann aber bemüht sie sich wieder um ihn. Das Ganze wird zwar gut verpackt in einige recht witzige Alltagsszenen, die der Leser schon aus Sixteen Moons kennt, ist mir aber dieses Mal zu viel geworden. Irgendwann war mir Lenas Getue zu nervig und anstrengend, ich wollte, dass endlich etwas richtig Spannendes passiert und man auch etwas anderes als über das Leben in Gatlin erfährt.

Das passiert dann endlich mit dem Verschwinden von Lena. Sobald Ethan sich gemeinsam mit seinem besten Freund Liv und der angehenden Hüterin Liv, einem Lehrling der Bibliothekarin Marian, auf den Weg macht, um Lena in den unterirdischen Caster-Gängen zu suchen, kommt etwas Würze in die ganze Geschichte. Von hier an ist Seventeen Moons gewohnt spannend und liest sich schnell und leicht weg. Gelangweilt war ich ab diesem Zeitpunkt nicht mehr.

Die beiden Autorinnen haben auch in Seventeen Moons wieder einige Wendungen und Überraschungen eingebaut, die mich dieses Mal aber nicht so stark begeistern konnten, wie im Vorgänger. Das liegt daran, dass sie dieses Mal nicht so extrem unvorhersehbar waren. Richtig gestört hat mich das aber nicht, denn spannend ist der Roman (zumindest der zweite Teil) trotzdem allemal. Gegen Ende wird zum Glück auch klar, warum Lena sich zu Beginn Ethan gegenüber so eigenartig verhalten hat. Richtig löschen kann es mein "nervig"-Gefühl leider trotzdem nicht.

Zwei Dinge möchte ich noch hervorheben, die mir besonders gut gefallen haben: Einerseits ist das die neue Figur, Olivia. Olivia oder kurz Liv kommt aus England und arbeitet die Sommerferien über für Marian, die Bibliothekarin. Auch sie will einmal eine Hüterin werden und hat sich schon sehr gut über die Caster-Welt informiert. Liv ist von Anfang an sympathisch und der Leser schließt sie sofort ins Herz. Zum anderen hat mir sehr gut gefallen, dass es diesmal sehr viel mehr Einblicke in die Welt der Caster gibt. Man erfährt einiges mehr über die Umstände und das Leben der Caster, auch die Beschreibung der unterirdischen Welt ist sehr gut gelungen. Ich lechze nach noch mehr Infos, die es hoffentlich im dritten Teil gibt, worauf der Epilog schon große Hoffnung macht!

In wenigen Worten

Insgesamt hat mir Seventeen Moons sehr gut gefallen, auch wenn der Einstieg dieses Mal etwas schwierig war, vor allem weil sich die ersten 250 Seiten so extrem ziehen. Dann wirds allerdings besser, mit gewohnter Spannung und liebenswerten Charakteren, weshalb ich gute 4 Schlüssel vergebe.

Schlüssel Schlüssel Schlüssel Schlüssel Schlüssel

im Detail:

  • Idee: 4 von 5
    Immer noch spannend, mit vielen neuen Einblicken in eine Welt, die die beiden Autorinnen selbst geschaffen haben.
  • Figuren: 4 von 5
    Sympathische und liebevolle Charaktere, die man sofort ins Herz schließt. Lediglich Lena war etwas anstrengend.
  • Spannung: 3 von 5
    Leider erst in der zweiten Hälfte des Buches, dafür dann aber durchgehend!
  • Einstieg in das Buch: 5 von 5
    Knüpft an die Ereignisse von Sixteen Moons an, sodass man als Leser sofort wieder dabei ist.
  • Spaß: 3 von 5
    Spaßige Szenen gibt es auch wieder, jedoch nicht ganz so zahlreich.
  • Cover: 1 von 5
    Das deutsche Cover finde ich schrecklich, leider! Ich finds sehr schade, dass das Mädchen auf dem Cover, das wohl Lena darstellen sollte gänzlich blau/violett eingefärbt wurde. Und das Auge dann noch in dem textmarkerorange, das wohl die goldenen Augen dunkler Caster darstellen soll! Einfach nur grässlich!

Kommentare

Ich garantiere nicht für Spoilerfreiheit in den Kommentaren!

Keine Verbindung zu der Datenbank möglich.