März 2012

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Kein Titel

Dieses Gedicht habe ich gefunden, als ich Material für den Deutschunterricht gesucht habe. Es wurde von sabina verfasst, welche sich im Shizoo-Forum sala nennt.

Einst war ein Knab
mit güldenem Haar.
Saß andächtig an einem Grab
und sang so wunderbar.

Sein Herz, es weinte leise
und trug der Lasten schwer,
es sehnte sich nach dieser Reise,
einer Reise ohne Wiederkehr.

Niemand hörte die Worte, die er sang,
allein der Wind trug sie davon.
Es war sein schönster Fang,
so wehte er ihn zur Sonn`.

Indessen zog der Knabe einen Dolch hervor,
seine Augen sprühten freudig Funken,
nun wird er finden, was er einst verlor,
"Ich komme", sprach er im Wahn versunken.

Der kleine Körper voller Blut
lag einsam auf dem Stein,
er war erschöpft von so viel Mut,
doch sein Herz war rein.

Es erlosch das junge Lebenslicht,
völlig unbemerkt an jenem Tag.
Ein Lächeln aus des Jungen Gesicht,
der nun in den Armen seiner Mutter lag.

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